Die größten Fehler beim Kunden-Onboarding — und wie man sie vermeidet.
Von Team WAHLREICH · Dresden

Die meisten Projekte scheitern nicht am Können — sie scheitern in den ersten zwei Wochen. Beim Onboarding entscheidet sich, ob ein Projekt ruhig läuft oder monatelang holpert. Fünf Fehler sehen wir immer wieder.
01 Onboarding beginnt erst nach Vertragsschluss
Wer erst nach der Unterschrift anfängt, Fragen zu stellen, verliert die wertvollste Phase: den Moment, in dem der Kunde am meisten Energie mitbringt. Gute Zusammenarbeit beginnt im Erstgespräch — mit echten Fragen zu Zielen, Abläufen und Zuständigkeiten, nicht mit einer Preisliste.
02 Unklare Zuständigkeiten auf beiden Seiten
„Wer liefert die Texte?“ ist die teuerste unbeantwortete Frage der Agenturwelt. Ohne festen Ansprechpartner auf Kundenseite und klare Verantwortlichkeiten pro Aufgabe entsteht ein Projekt, in dem alle warten — nur worauf, weiß niemand.
Ein Projekt holpert selten an der Technik. Es holpert an Fragen, die in Woche eins niemand gestellt hat.
03 Zu viele Tools, zu wenig System
E-Mail hier, WhatsApp da, dazu drei Cloud-Ordner: Wenn Informationen verstreut sind, gehen Entscheidungen verloren. Ein Kanal für Kommunikation, ein Ort für Dateien, ein Dokument für Entscheidungen — mehr braucht es selten, weniger geht nicht.
04 Informationen mehrfach abfragen
Nichts signalisiert „wir sind nicht organisiert“ schneller, als den Kunden dreimal nach demselben Logo zu fragen. Ein strukturierter Onboarding-Fragebogen — einmal ausgefüllt, zentral abgelegt — spart beiden Seiten Stunden und schützt das Vertrauen.
05 Kein definierter erster Meilenstein
„Wir melden uns, wenn es etwas zu sehen gibt“ ist der Anfang vom Ende. Ein früher, konkreter Meilenstein — die Seitenstruktur nach einer Woche, ein erster Entwurf nach zwei — gibt dem Projekt Takt und dem Kunden Sicherheit, dass etwas passiert.
Fazit
Gutes Onboarding ist kein Formular, sondern eine Haltung: früh fragen, klar zuordnen, einfach organisieren, nichts doppelt verlangen und schnell etwas zeigen. Wer die ersten zwei Wochen ernst nimmt, bekommt Projekte, die sich von selbst tragen — und Kunden, die gerne wiederkommen.

